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Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit

Ratgeber Freizeit und Natur

10 Tipps für Wanderer und Mountainbiker

1. Seid fair am Berg

Wanderer und Mountainbiker sind dabei zu lernen, ihren gemeinsamen Erlebnisraum auf den Wegen zu teilen. Dies erfordert vor allem Freundlichkeit und gegenseitige Rücksichtnahme. Auch die Ansprüche der einheimischen Bevölkerung werden von den Bikern und Wanderern respektiert. Selbstverständlich halten sie sich an gesetzliche Vorschriften und an die vor Ort gültigen Regeln.

2. Wanderer und Mountainbiker schützen Natur und Umwelt

Der Bergstiefel und das Fahrrad zählen bekanntlich zu den umweltfreundlichsten "Sportgeräten“. Es liegt in der Verantwortung von Wanderern und Bikern, sie auch so einzusetzen, dass Pflanzen und Tiere unter den Freizeitaktivitäten nicht zu leiden haben. Egal, ob Sie zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind: Augen auf und der Natur den Vorrang einräumen.

3. Mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen

Häufig ist es möglich, das Auto zu Hause zu lassen! Bei durchdachter Routenwahl kann der Ausgangspunkt zur Bike- oder Bergtour in vielen Fällen auch genussvoll auf zwei Rädern erreicht werden. Günstige Angebote der DB sowie des öffentlichen Nahverkehrs ermöglichen oft eine elegante Kombination von Bahn und Bike. Sie sparten sich so den Stau und schonen zugleich die Umwelt!

4. Auf den Wegen bleiben

Wanderer und Bergradler halten sich an die Wege. Bergsteiger suchen immer den naturschonendsten Aufstieg zum Gipfel. Abkürzer zwischen Serpentinen führen zur Erosion und damit zu aufwändigen Sanierungen. Mountainbiker halten sich an das gesetzliche Wegegebot. Ungeeignete Wege sind für Bergradler tabu.

5. Der Schwächere hat Vortritt

Am Berg gilt das Vorrecht des Schwächeren. Deshalb sorgen Mountainbiker dafür, dass sich niemand verletzt oder es mit der Angst zu tun bekommt: notfalls anhalten, sonst in angemessener Geschwindigkeit und in ausreichendem Abstand an Wanderern, Hunden und Mitradlern vorbeifahren. Der bergab rollende Biker macht seinem aufwärts keuchenden Kollegen Platz.

6. Zeichen geben

Freundliche Deutlichkeit hilft Unfälle und Konflikte vermeiden. Wanderer und Radler, die einander begegnen, nehmen am besten Blickkontakt auf und verständigen sich durch Zeichen. Nähert sich ein Biker einem Fußgänger von hinten, macht er durch einen Gruß oder ein freundliches Klingelsignal auf sich aufmerksam. Erst vorbeiradeln, wenn der Wanderer zu verstehen gibt, dass er auf den Überholvorgang gefasst ist.

7. Nur ein technisch einwandfreies Rad verwenden

Bremsen, Laufräder und Lenkung vor jeder Tour sorgfältig überprüfen. Die regelmäßige Wartung, eventuell durch den Fachmann, ist eine Lebensversicherung. Im "Falle eines Falles" sind Sie selbst die Knautschzone! Deshalb keine Abfahrt ohne Helm und Handschuhe. Flickzeug und eine Grundausstattung an Werkzeug haben schon manchem aus der Klemme geholfen.

8. Die Geschwindigkeit im Griff haben

Der Geschwindigkeitskick gehört zum Mauntainbiken wie das Salz zur Suppe. Jedoch: "Power ist nothing without control.“ Und die Kontrolle seiner Geschwindigkeit schützt vor allem den Biker selbst: vor dem Krankenhausaufenthalt, vor dem Zorn seiner Mitmenschen und vor Fahrverboten. Forst- und Almstraßen sind in erster Linie Wirtschaftswege. Bauern und Waldarbeiter ollten bei ihrer Arbeit nicht behindert oder gefährdet werden.

9. Biker meiden Bergbahnen

"By fair means“ ist Ehrensache! Der Genuss einer Abfahrt ist der Lohn für die Mühen des Hinaufstrampelns. Mountainbiker sind mit Recht stolz auf ihre Leistung und wenden sich gegen den mühelosen Erlebniskonsum. Wer nicht aus eigenen Kräften auf den Berg kommt, sollte sich mit weniger anspruchsvollen Touren in Form bringen. Für Downhiller gibt es speziell ausgewiesene Strecken.

10. Nur tagsüber unterwegs sein

Viele Unfälle auf Bergwegen passieren in Dämmerung und Dunkelheit. Deshalb ist die sorgfältige Zeitplanung von Wander- und Biketouren schon aus Sicherheitsgründen notwendig. Ist eine längere Tour geplant, sollten Wanderer und Bergradler eine Lampe mitnehmen. Aber nur für den äußersten Notfall! Denn in Dämmerungs- und Nachstunden haben Wildtiere ein Recht auf ihre Ruhe.