Naturfilm-Wettbewerb BayernSchatz Natur
"Fauna-Flora-Faszination" - so heißt das Motto des gemeinsam mit NaturVision ausgetragenen Naturfilmwettbewerbs BayernSchatz Natur des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit.
Das Medium Film kann in ganz besonderer Weise das Wissen um die Naturzusammenhänge sinnlich vermitteln, die Augen für die Schönheit und Vielgestaltigkeit der Natur öffnen und das Verantwortungsgefühl für die Schöpfung wecken. Die besten Filmprojekte des Naturfilmwettbewerbs werden 2005 auf der Bundesgartenschau (BUGA) im Pavillon der Staatsregierung präsentiert.
Das BUGA-Motto "Perspektivenwechsel" war daher für die Filmautoren eine besondere Herausforderung in gestalterischer und dramaturgischer Hinsicht. Es galt, in kurzen, maximal 10 Minuten langen Filmbeiträgen den BUGA-Besucher zu einer Entdeckungsreise in eine andere visuelle, ästhetisch-schöne Naturwelt zu verführen. Eine Welt, die sich ansonsten dem "genormten" Naturblick des Betrachters entzieht, vor der Kamera jedoch ihre ganze Schönheit zu entfalten vermag.
Eine hochqualifizierte und unabhängige Jury wählte aus den zahlreich eingegangenen Projektskizzen 6 Vorschläge aus. Die Auszeichnung der drei besten Arbeiten des Naturfilmwettbewerbs BayernSchatz Natur durch Staatssekretärin Emilia Müller erfolgte dieses Jahr erstmalig im Rahmen des internationalen Natur- und Tierfilmfestivals NaturVision am Samstag, den 18.9.2004 im Kurhaus der Stadt Freyung.
Folgende Filme wurden mit Geldpreisen und schönen Glastrophäen prämiert:
Andreas Heidl ist Sieger des Naturfilmwettbewerbs und 1. Preisträger (2.500,00€) mit seinem Naturfilm "Vom Läufer, dem Wasser und der Jagd"
Begründung der Jury: Der Film taucht ein in den vermeintlich völlig unspektakulären Mikrokosmos des Wasserläufers - eine Welt, die von den allermeisten kaum oder gar nicht wahrgenommen wird. Scheint damit schon allein die Wahl des Objekts ein Wagnis, ist dieses auf allen Ebenen gelungen. Die Genauigkeit der Beobachtung findet ihre Entsprechung in der bildästhetischen Gestaltung. Hervorzuheben ist vor allem die beeindruckende Kameraarbeit.
Klaus Lautenbacher erhielt den 2. Preis (2.000,00€) für seinen Kurzfilm "Frosch fliegt, Vogel schwimmt"
Begründung der Jury: Eine verkehrte Welt: Indem der Vogel nicht als Herr der Lüfte, sondern als ausgezeichneter Schwimmer porträtiert wird, durchkreuzt der Film die Erwartungen des Zuschauers und lädt ihn ein, einen neuen Blickwinkel einzunehmen. Auf unkonventionelle, assoziative Weise wie auch mit Mut zur Abstraktion werden Bilder und Geräusche so verkettetet, dass sie sich zu einer spannenden filmischen Impression fügen, bei der die Grenzen zwischen oben und unten, Wasser und Luft immer mehr verschwimmen.
Dr
. Walter Sigl erhielt den 3. Preis (1.500,00€) für sein Projekt "Laichzeit - ein Jahr mit den Fischen"
Begründung der Jury: Der Zander - den meisten eher "blau und mit Zitrone", denn als treu sorgendes Elternteil bekannt - zählt hier zu einem der zahlreichen laichenden Protagonisten, zu denen man als Zuschauer fast schon so etwas wie emotionale Nähe aufbaut. Dies gelingt dem Filmemacher nicht zuletzt dank seiner besonderen Erfahrungstiefe und Kenntnis sowie seinem liebevollen Blick für das Detail. So verschmelzen in der klassischen Erzählweise des Films pädagogisches Anliegen und emotionalisierende Wirkung in ein.
