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Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit

Statements zur Wildnis

Lange bevor Wildnis ein Thema für Ökologie und Naturschutz wurde, beschäftigten sich damit die Künstler, die Poeten, Maler und Musiker. Nun haben Tänzer und Tänzerinnen des Bayerischen Staatsballetts dieses Erbe aufgegriffen und reisten in die Wildnis der beiden Nationalparks Bayerischer Wald und Berchtesgaden. Die Ausflüge, so heißt es im Opern Magazin TAKT, gerieten zum künstlerischen Ansporn für die Tänzer und womöglich zur Provokation für einige Naturschützer.

Statement zur Wildnis von Claudine Schoch Statement zur Wildnis von Matthew Cranitch Statement zur Wildnis von Lisa Maree Cullum Statement zur Wildnis von Siting Qiu Statement zur Wildnis von Vincent Loermans Statement zur Wildnis von Bettina Wagner-Bergelt Statement zur Wildnis von Laure Bridel-Picq Statement zur Wildnis von Ivan Liska Statement zur Wildnis von Wolfgang Oberender Statement zur Wildnis von Ryan Ocambo Statement zur Wildnis von Séverine Ferrolier Statement zur Wildnis von Pavla Micolavcic Statement zur Wildnis von Filip Janda Statement zur Wildnis von Vance Martin Statement zur Wildnis von Marc Geifes Statement zur Wildnis von Bruce McCormick Katja Geiger Statement zur Wildnis von Alexandre Vacheron Statement zur Wildnis von Marc Mondelaers Statement zur Wildnis von Xiaonan Xu Statement zur Wildnis von Valentine Divina Statement zur Wildnis von Wunscze Chan Statement zur Wildnis von Anne Poncet Statement zur Wildnis von Norbert Graf


Schnell (spätestens aber nach der ersten Übernachtung der Künstler im Wildniscamp des Bayerischen Waldes) wurde klar: daraus könnte mehr werden. Mit maßgeblicher ideeller und funktioneller Unterstützung des damaligen Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (heute: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit) und in Szene gesetzt von dem Nürnberger Fotografen Berny Meyer (AZ) wurde das Projekt "Ballett und Wildnis“ geboren. Bereits ein Jahr später kam es auf einer eigens gezimmerten Freiluftbühne zur Uraufführung der "Wildnis-Choreographien“ des Bayerischen Staatsballetts.

Der dramaturgische rote Faden des Projekts sind die Wildnis-Gespräche, die der Initiator des Projektes, der Journalist Till Meyer, zuerst mit den beteiligten Tänzer und Tänzerinnen und später auch mit anderen prominenten und weniger prominenten Wildnis-Enthusiasten führte. Die Ausschnitte daraus – die laufend ins Netz gestellt werden – überraschen: Denn egal, ob die Befragten aus Deutschland, Holland, Neu Guinea oder China stammen, die meisten verbinden mit dem Begriff „Wildnis“ immer auch ganz besondere Erlebnisse. Hellwach und sensible erkennen einige der Künstler allerdings auch, dass Wildnis ein Artefakt sein kann, ein Objekt der Begierde von Zivilisationsmenschen, die sich schon sehr lange, sehr weit von Kreisläufen der Natur entfernt hatten. Ist Wildnis demnach ein Kulturprodukt, das uns – wie jede gute Kunst – zur Besinnung bringen kann?

Für die Beiträge der Künstler zum Thema Wildnis, ob sie nun tänzerischer, choreographischer Natur oder in Worte gefasst waren, erhielt das bayerische Staatsballett anlässlich des 8. World Wilderness Kongress in Anchorage, Alaska, die Ernennung zum "Internationalen Botschafter der Wildnis“