Aktiv in Bayerns Natur
Wandern in der Rhön - Rundwanderweg im Naturschutzgebiet "Lange Rhön"
Von Urspringen in Richtung Hochrhönstraße kommend wählen wir den Wanderparkplatz an der Thüringer Hütte als Ausgangspunkt für unsere Wanderung. Der Weg führt zuerst leicht bergauf über den Obereisbacher Graben. Hier kommen wir vorbei an in den Sommermonaten bunt blühenden Bergwiesen mit zum Teil seltenen Blumen wie der Kugeligen Teufelskralle, der Trollblume oder der Berg-Flockenblume, und am sog. Nixenteich, einer Bachaufweitung in Form eines kleinen Teiches. Weiter geht es auf gut ausgebauten Wegen etwa einen Kilometer hinauf über offene, mit Büschen durchsetzte Bergwiesen bis zur Hochrhönstraße. Wir überqueren sie vorsichtig, gehen dann rund zweieinhalb Kilometer über das sog. Hohe Polster. Je nach Witterung kann es hier recht windig sein. Dafür werden wir mit einem herrlichen Ausblick in die Rhöner Landschaft vom Heidelstein über die Täler östlich der Rhön bis hin zum Thüringer Wald belohnt. Auf dem Stirnberg zweigt der Weg nach links in einen dichten Fichtenwald ab und führt uns nach etwa zwei Kilometern zum Parkplatz "Schornhecke" am Fuße des Fernsehsenders Heidelstein. Nach kurzer Rast auf dem schattigen Waldspielplatz geht es die drei Kilometer lange leichte bis mittlere Steigung hinauf zum HeideIstein, wo man sich im Herbst an der Blüte des Heidekrauts erfreuen kann. Von da an verläuft der Weg wieder abwärts über bunt blühende Bergwiesen bis zum Basaltsee. Dabei können wir nochmals die wunderbare Aussicht in die Täler und die offenen Fernen der Hochrhön genießen. Der Basaltsee entstand durch den Abbau der Basaltsäulen zur Befestigung der holländischen Küste. Am Kiosk gestärkt wandern wir weiter über Schafweiden, vorbei an einer lockeren Heckenlandschaft, in der auch noch der seltene Raubwürger und Neuntöter vorkommen, bis zu einem kleinen Häuschen am Franzosenweg, der Verbindungsstraße von Obereisbach und Wüstensachsen. Wir überqueren die Straße und etwas später auch den Eisbach. Nach einer kleinen, aber leicht zu bewältigenden Steigung geht es durch ein kleines Waldstück entlang der Hangleite weiter den Ilmenberg hinunter zum Ausgangspunkt der Wanderung. Alle Wanderwege führen durch das Naturschutzgebiet "Lange Rhön" und dürfen daher nicht verlassen werden. Dies ist zugunsten der empfindlichen und seltenen Tier- und Pflanzenwelt unvermeidlich.
Weglänge: ca. 15 km.
Wanderzeit: etwa fünf Stunden.
Wegmarkierung: Der Weg ist gut markiert.
Wegcharakteristik: Er ist auch für ältere Personen geeignet und trotz der Länge nicht anstrengend.
An- und Abreise: Am Rundwanderweg liegen drei Wanderparkplätze -am Fuße des Heidelsteines, am Basaltsee "Steinernes Haus" und an der Thüringer Hütte
Anschlußwege:
- Von der Thüringer Hütte Richtung Gangolfsberg mit den waagrecht liegenden Basaltsäulen zum Schweinfurter Haus und über die Rother Kuppe zurück
- am Stirnberg in Richtung' Eisgraben, Hillenberg und Schwarzes Moor
- am Stirnberg in Richtung Schwarzes Moor und Dreiländereck (ehemalige Grenze nach Thüringen) und Seiferts-am Stirnberg nach Wüstensachsen
- am Heidelstein in Richtung Rotes Moor in Hessen und Holzberghof .
Informationen:
- Regierung von Unterfranken, Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön (bayerischer Teil), Hauptstraße 1, 97656 Obereisbach, Tel. 09774/91020, Fax 09774/910221
- Naturschutzzentrum " Lange Rhön " , Marktplatz 3, 97656 Obereisbach, Tel. und Fax 09774/1446.
Karten und Literatur:
- Fritsch Wanderkarte Nr. 145 Hohe Rhön, 1 : 35.000
- Topografische Karten der Bayerischen Vermessungsverwaltung: Naturpark Bayerische Rhön, UK 50-01, 1 : 50.000
- Fritsch Wanderkarte Nr. 68 Naturpark Rhön, 1 : 50.000
- Rhön: 50 ausgewählte Wanderungen und Spaziergänge, Bergverlag Rother
- Schneider's Rhönführer, Parzeller Verlag, Fulda.
