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Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit

Gewichtung des Feinstaub-Risikos

Die gesundheitliche Bewertung der Feinstaub-Thematik ist auf Grund bekannter Studien ernst zu nehmen.

Eine EU-Studie geht von 65.000 vorzeitigen Todesfällen in Deutschland, verursacht durch Feinstaub aus. Eine weitere Studie von Professor Wichmann geht dem gegenüber von einem Vermeidungspotential von 10.000 - 19.000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr aus.

Die mittlere Lebenserwartung verringert sich in Europa durch Feinstaub um etwa 9 Monate (Vergleich Universität München: Rauchen verringert die Lebenserwartung um 9 Jahre, daher ist eine Zigarette schädlicher als eine Stunde in einem Ballungsraum Fahrrad zu fahren).

Die wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind:

  • Falsche Ernährung und Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • Genetische Faktoren
  • Weitere Faktoren, wie z.B. Feinstaub

Die wichtigsten Faktoren für die Entstehung von Krebserkrankungen sind:

  • Rauchen 25-30%
  • Ernährung 20-40%
  • Berufliche Faktoren 4-8%
  • Infektionen 5%
  • Alkohol 3%
  • Luftschadstoffe (z.B. Feinstaub) 2%
  • Sonstige Faktoren (z.B. Sonnenlicht) unter 2%

Entscheidend ist, dass es keine Schwellenwerte beim Feinstaub gibt, unterhalb denen keine Wirkungen mehr zu erwarten sind . Daher muss zwingend das Belastungsniveau reduziert werden.  Ein besonderer wirkungsrelevanter Anteil im Feinstaub ist der Dieselruß, der krebserzeugend ist und überwiegend dem Kfz-Auspuff zugeordnet werden kann.