10 Jahre Umweltforschungsstation Schneefernerhaus
Die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus ist Bayerns Zentrum für Wetter- und Klimaforschung. Mit 2.650 Metern ist sie Deutschlands höchstgelegene Forschungsstation. Durch ihre Lage und wissenschaftlich- technische Infrastruktur bietet sie eine einzigartige Plattform für die kontinuierliche Beobachtung und Erkundung der Atmosphäre sowie für Forschungsarbeiten zur Aufklärung wetter- und klimawirksamer Prozesse.
In den vergangenen 10 Jahren haben die Wissenschaftler auf der Zugspitze mit hochmodernen Messmethoden bedeutende Erkenntnisse erzielt. Diese wurden genutzt in internationalen Projekten von NASA, ESA oder der Weltmeteorologischen Organisation (WMO) der Vereinten Nationen
Die Eröffnung des Schneefernerhauses als Umweltforschungsstation fand am 12. Mai 1999 statt. Damit war eine Höhenforschungsstation geboren, die das Potenzial besitzt, wissenschaftliche Beiträge auf höchstem Niveau für eine zukunftsfähige Klimaschutzstrategie zu liefern.
In einer Sitzung in der Gletscherstube des Schneefernerhauses billigte der Bayerische Ministerrat am 24. April 2007 die Grundzüge für die künftige Organisation der Forschungsstation. Höhepunkt der Neuausrichtung war die Unterzeichnung des Konsortialvertrages am 16. Juli 2007, mit dem das „Virtuelle Institut Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS)“ aus der Taufe gehoben wurde.
Erstunterzeichner dieser wissenschaftlichen Kooperation waren die weltweit renommierten Forschungsorganisationen:
- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR),
- Deutscher Wetterdienst (DWD),
- Forschungszentrum Karlsruhe (FZK, heute Karlsruhe Institute of Technology, KIT),
- Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (GSF, heute Helmholtz Zentrum für Gesundheit und Umwelt, HMGU),
- Umweltbundesamt (UBA) und
- der Freistaat Bayern mit seinen Fachämtern (insbesondere LfU).
Weitere Kooperationspartner wurden:
- 2007 - Die Technische Universität München (TUM),
- 2008 - Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU),
- 2009 - Die Universität Augsburg (UAU) und die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (MPG).
Die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus wird im Rahmen des "Klimaprogramms Bayern 2020" vom Freistaat unterstützt. Dadurch konnten Projekte wie der mittlerweile abgeschlossene Ausbau des Steinschlag- und Lawinenschutzes sowie der Ersatz der alten "Neuen Hangbahn" durch eine moderne Forschungsseilbahn realisiert werden.
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