Untersuchungen von Saatgutproben auf gentechnisch veränderte Bestandteile
Auch im Jahr 2008 hat das gentechnische Überwachungslabor beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftsverwaltung, konventionelles Saatgut auf gentechnisch verändertes Material hin untersucht. Es ist festzustellen, dass die Saatguterzeuger erfolgreich darauf geachtet haben, in Bayern nur Saatgut ohne gentechnisch veränderte Bestandteile auf den Markt zu bringen.
Im Jahre 2007 wurden gentechnisch veränderte Kulturpflanzen weltweit inzwischen auf rund 114 Millionen Hektar angebaut. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Deutschland beträgt etwa 17 Mio. Hektar. Im Einzelnen ergibt sich folgendes Bild (Stand 2006):
- Bei Sojabohnen erfolgt der Anbau gentechnisch veränderter Sorten auf 58,6 Mio. Hektar. In den USA betrug der Anteil gentechnisch veränderter Sorten 92 %, in Argentinien 98 % und in Brasilien 64 %.
- Beim Mais stieg im Jahr 2007 der Anbau gentechnisch veränderter Sorten auf 35,2 Mio. Hektar. In den USA wurde zu 80 %, in Kanada zu 84 % und in Argentinien ebenfalls zu 84 % gentechnisch veränderter Mais angebaut.
- Auch Raps legte wieder zu. Weltweit wurden auf 5,5 Mio. Hektar gentechnisch veränderte Sorten angebaut. In Kanada betrug der Anteil transgener Sorten 87 %, in den USA 83 %.
- Bei Baumwolle erhöhte sich der Anteil gentechnisch veränderter Sorten auf 15 Millionen Hektar. Der Anteil gentechnisch veränderter Sorten betrug in den USA 86 %, in China 68 % und in Indien 66 %.
Bei Sojabohne und Raps verfügten die angebauten, gentechnisch veränderten Sorten über eine Herbizidtoleranz. Bei Mais und Baumwolle handelte es sich um Pflanzen, die entweder eine Herbizidtoleranz oder eine Insektenresistenz besaßen, aber auch eine Kombination beider Merkmale.
Gentechnisch veränderte Kulturpflanzen werden vor allem in den Ländern USA, Argentinien, Brasilien, Kanada, Indien, China, Südafrika und Paraguay angebaut. Derzeit nutzen aber eine wachsende Zahl weiterer Länder gentechnisch veränderte Pflanzen, darunter Uruguay, die Philippinen und Australien auf Flächen von mehr als 100.000 Hektar. Größere Anbauflächen gibt es auch in Mexiko und Spanien. In Deutschland wurde im Jahr 2008 lediglich schädlingsresistenter Mais auf etwa 3.180 Hektar Fläche angebaut.
