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Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit

Anwendungsgebiete der Gentechnik

Gentechnik in der Landwirtschaft : Pflanzenzucht

Raps; Quelle: LfU

Zielsetzungen

  • Ertrags- und Qualitätssteigerung
  • Verbesserung der Pflanzengesundheit.
  • Veränderung der Verarbeitungsverfahren

Methoden

Um dies zu erreichen, gibt es die Methode, konventionelle Resistenzzüchtungen gentechnisch zu optimieren, indem die Kreuzungspartner im Vorfeld nach ihren genetischen Eigenschaften durch molekulare Sonden geprüft werden. Der andere, direktere Weg sind transgene Pflanzen. Sie entstehen durch einen gezielten Gentransfer, der der Zielpflanze die gewünschte Eigenschaft gibt.

Schädlingsresistente Pflanzen

Mit Hilfe der Gentechnik können biologische Mittel der Schädlingsbekämpfung auf der Basis von Mikroorganismen entwickelt werden. Dabei werden die natürlichen Abwehrmechanismen der Pflanzen genutzt und gentechnisch optimiert. Fraßschädlinge an Nutzpflanzen werden z. B. durch Proteine bekämpft, die nur für die Schädlinge giftig sind. Die Gene für diese Bakteriengifte wurden in die Pflanzen eingeschleust. Für warmblütige Tiere und den Menschen sind die Stoffe ungefährlich. Auch gegen Virenbefall gibt es genetische Strategien.

Herbizidresistente Pflanzen

Bei dieser Methode werden Resistenzgene gegen Herbizide auf Nutzpflanzen übertragen. Die Gene stammen aus Mikroorganismen, die Herbizide abbauen können. Bei der Ausbringung des Herbizids sind also die resistenten Nutzpflanzen im Gegensatz zu den unerwünschten Wildpflanzen geschützt. Dadurch ist es möglich, die Pflanzenschutzmittel erst im Bedarfsfall auszubringen und nicht bereits präventiv. Die Menge der ausgebrachten Mittel lässt sich so verringern. Generell sind die neu zugelassenen Pflanzenschutzmittel besser abbaubar.

Pflanzen mit verbesserten Eigenschaften

Ein weiteres Ziel ist die Erzeugung von Pflanzen mit verbesserten Qualitätseigenschaften oder Inhaltsstoffen. Bei Obst und Gemüsepflanzen wird z. B. versucht, eine längere Haltbarkeit zu erreichen, neue Standorte zu erschließen und den Ernährungswert zu erhöhen. Generell müssen toxische oder allergene Wirkungen ausgeschlossen sein.

Nachwachsende Rohstoffe

Unter diesen Begriff fallen viele verschiedene land- und forstwirtschaftliche Stoffe, die im industriellen und technischen Bereich sowie als alternative Energien zum Einsatz kommen. Die Gentechnik ermöglicht die Herstellung "maßgeschneiderter Rohstoffe". Stärke z. B. ist ein nachwachsender Rohstoff. Neben der Verwendung als Futter und Nahrungsmittel kann Stärke bei der Papierherstellung, in der chemisch-pharmazeutischen und in der Textilindustrie eingesetzt werden. Gewonnen wird die Stärke aus einer gentechnisch dafür optimierten Kartoffel.