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Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit

Anwendungsgebiete der Gentechnik

DNA-Diagnostik

Der humandiagnostische Bereich

Hier liegen die wichtigsten Anwendungsgebiete für DNA-Nachweise:

  • Nachweis von Infektionskrankheiten
  • Krebsvorsorge
  • Transplantationsanalysen
  • Nachweis von Erbkrankheiten
Wesentliche Voraussetzung für einen Therapieerfolg ist die richtige Diagnose. Mit Hilfe der Gentechnik konnten die Diagnosemöglichkeiten auf die Ebene der DNA erweitert werden. So lassen sich molekulare Ursachen bestimmter Krankheiten feststellen und entsprechend behandeln.

Anwendungsgebiete für DNA-Diagnostik

Grundlagenforschung (z. B. Strukturaufklärung von Genen)

  • Infektionskrankheiten (Viren, Bakterien)
  • Krebsvorsorge (Onkologie)
  • Genom-Diagnostik (Erbkrankheiten)
  • Gerichtsmedizin (Genetischer Fingerabdruck)
  • Lebensmittelanalysen (z.B. Nachweis von Salmonellen)
  • Sicherheitsanalytik (z.B. Überwachung gentechnischer Anlagen)
  • Umweltanalysen

Nachweis von Infektionskrankheiten

Viele Erreger von Infektionskrankheiten sind immunologisch, d. h. nur anhand der gegen sie gerichteten Antikörper nachweisbar. Mit Hilfe der DNA-Diagnostik können jetzt bereits die Erreger selbst nachgewiesen werden. Dies gilt für eine ganze Reihe pathogener Viren und Bakterien, die z. B. AIDS oder Hepatitis hervorrufen.

Krebsvorsorge und Tumordiagnostik

Die DNA-Diagnostik ermöglicht eine frühzeitige Erkennung verschiedener Krebsarten. Es erfolgt der Nachweis viraler oder zellulärer Onkogene (Krebsgene) bzw. Tumorsuppressorgene (Antikrebsgene).

Transplantationsanalysen

Bei Gewebetransplantationen ist die Abstoßungsreaktion ein großes Problem. Mit Hilfe von DNA-Diagnoseverfahren kann überprüft werden, ob bei einem Patienten kritische Faktoren, die eine solche Immunantwort hervorrufen, vorhanden sind. Ähnliche Untersuchungen werden auch bei der Aufklärung von Autoimmunkrankheiten (z. B. jugendlicher Diabetes, Arteriosklerose, Multiple Sklerose) durchgeführt. Diese Art der Anwendung befindet sich allerdings noch im Forschungsstadium.

Nachweis von Erbkrankheiten

Bei der Diagnose von Erbkrankheiten erschließt die Genom-Analyse eine weitere Ebene und ergänzt die bisherigen Möglichkeiten. Im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen und Familienberatungen sowie von Untersuchungen an Neugeborenen kann die Genom-Diagnostik zur Vermeidung von Körperschäden wertvolle Dienste leisten. Dies gilt allerdings nur, wenn entsprechende Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Grundlagenforschung (Strukturaufklärung von Genen)

  • Infektionskrankheiten (Viren,Bakterien)
  • Krebsvorsorge (Onkologie)
  • Genom-Diagnostik (Erbkrankheiten)
  • Gerichtsmedizin (DNA-Fingerprint)
  • Lebensmittelanalysen
  • Sicherheitsanalysen
  • Umweltanalysen

Problematik und Einschränkungen

Problematisch wird die Genom-Diagnose, wenn sie Krankheiten aufdeckt, für die es (noch) keine Behandlungsmethoden gibt. Dies gilt auch für Prädispositionen (genetisch bedingte Krankheitsanfälligkeiten), wo ein Ausbruch der Krankheit nicht sicher ist. Beides ist besonders bei der Pränataldiagnose von Bedeutung. Eine Diagnose ist dann nur in einem Umfeld von ärztlicher Beratung, psychologischer Betreuung und auf freiwilliger Basis vertretbar. Völlig abzulehnen ist die Diagnose im Zusammenhang mit Einstellungen, Versicherungsverträgen und ähnlichem.