UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro
Auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) im Juni 1992 in Rio de Janeiro haben 178 Staaten auf den dringenden Handlungsbedarf zur Rettung der Erde hingewiesen und grundlegende Vereinbarungen zur Förderung einer nachhaltigen und umweltgerechten Entwicklung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Ausgewogenheit getroffen. Kerndokument dieser Vereinbarungen ist die Rio-Agenda 21, das Aktionsprogramm für den Übergang in das 21. Jahrhundert. Das Wort Agenda kommt aus dem Lateinischen und bedeutet sinngemäß: "Was zu tun ist". Heute versteht man unter Agenda Terminplan, Tagesordnung, Arbeits- oder Aktionsprogramm.
Vorwort von Herrn Prof. Dr. Klaus Töpfer
Präambel
Teil I.
Soziale und Wirtschaftliche Dimensionen
- Internationale Zusammenarbeit zur Beschleunigung nachhaltiger Entwicklung in den Entwicklungsländern und damit verbundene nationale Politik
- Armutsbekämpfung
- Veränderung der Konsumgewohnheiten
- Bevölkerungsdynamik und nachhaltige Entwicklung
- Schutz und Förderung der menschlichen Gesundheit
- Förderung einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung
- Integration von Umwelt- und Entwicklungszielen in die Entscheidungsfindung
Teil II.
Erhaltung und Bewirtschaftung der Ressourcen für die Entwicklung
- Schutz der Erdatmosphäre
- Integrierter Ansatz für die Planung und Bewirtschaftung der Bodenressourcen
- Bekämpfung der Entwaldung
- Bewirtschaftung empfindlicher Ökosysteme: Bekämpfung der Wüstenbildung und der Dürren
- Bewirtschaftung empfindlicher Ökosysteme: nachhaltige Bewirtschaftung von Berggebieten
- Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft und ländlichen Entwicklung
- Erhaltung der biologischen Vielfalt
- Umweltverträgliche Nutzung der Biotechnologie
- Schutz der Ozeane, aller Arten von Meeren einschließlich umschlossener und halbumschlossener Meere und Küstengebiete sowie Schutz, rationelle Nutzung und Entwicklung ihrer lebenden Ressourcen
- Schutz der Güte und Menge der Süßwasserressourcen: Anwendung integrierter Ansätze zur Entwicklung, Bewirtschaftung und Nutzung der Wasserressourcen
- Umweltverträglicher Umgang mit toxischen Chemikalien einschließlich Maßnahmen zur Verhinderung des illegalen internationalen Handels mit toxischen und gefährlichen Produkten
- Umweltverträgliche Entsorgung gefährlicher Abfälle einschließlich der Verhinderung von illegalen internationalen Verbringungen solcher Abfälle
- Umweltverträglicher Umgang mit festen Abfällen und klärschlammspezifische Fragestellungen
- Sicherer und umweltverträglicher Umgang mit radioaktiven Abfällen
Teil III.
Stärkung der Rolle wichtiger Gruppen
- Präambel
- Globaler Aktionsplan für Frauen zur Erzielung einer nachhaltigen und gerechten Entwicklung
- Kinder und Jugendliche und nachhaltige Entwicklung
- Anerkennung und Stärkung der Rolle der eingeborenen Bevölkerungsgruppen und ihrer Gemeinschaften
- Stärkung der Rolle der nichtstaatlichen Organisationen - Partner für eine nachhaltige Entwicklung
- Initiativen der Kommunen zur Unterstützung der Agenda 21
- Stärkung der Rolle der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften
- Stärkung der Rolle der Privatwirtschaft
- Wissenschaft und Technik
- Stärkung der Rolle der Bauern
Teil IV.
Möglichkeiten der Umsetzung
- Finanzielle Ressourcen und Finanzierungsmechanismen
- Transfer umweltverträglicher Technologien, Kooperation und Stärkung von personellen und institutionellen Kapazitäten
- Die Wissenschaft im Dienst einer nachhaltigen Entwicklung
- Förderung der Schulbildung, des öffentlichen Bewußtseins und der beruflichen Aus- und Fortbildung
- Nationale Mechanismen und internationale Zusammenarbeit zur Stärkung der personellen und institutionellen Kapazitäten in Entwicklungsländern
- Internationale institutionelle Rahmenbedingungen
- Internationale Rechtsinstrumente und -mechanismen
- Informationen für die Entscheidungsfindung
- Abkürzungen
