Integriertes Abfallwirtschaftskonzept
Schlüsselrolle der Abfallwirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung
Eine geordnete und verantwortungsbewusste Abfallwirtschaft ist nicht nur für den Schutz der Gesundheit und der Umwelt, sondern auch für einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen von großer Bedeutung. Dies gilt ganz besonders für das dicht besiedelte und hochindustrialisierte Deutschland.
Mit dem Konzept der integrierten Entsorgung hat Bayern bereits in den 80er Jahren im Sinn der Agenda 21 die Weichen für eine Neuorientierung der Abfallwirtschaft gestellt: Weg von der reinen Abfallbeseitigung und hin zu einer ganzheitlichen Abfallwirtschaft, in der Abfallvermeidung und Abfallverwertung Vorrang haben. Die Ziele des vierstufigen Konzeptes sind:

- Abfallvermeidung
Abfälle vermeiden - so weit wie möglich - Abfallverwertung
Abfälle verwerten - so viel wie möglich - Abfallbehandlung
Abfälle behandeln - so viel wie nötig - Abfallablagerung
Abfälle ablagern - so wenig und so sicher wie möglich
Erfolge in Bayern
Mit dem Integrierten Abfallwirtschaftskonzept und mit Hilfe großer Anstrengungen der entsorgungspflichtigen Körperschaften, der Wirtschaft und der Bürger ist es gelungen, die Situation der Abfallwirtschaft in Bayern grundlegend zu verbessern:
| Entwicklungen: | 1991 | 2010 |
|---|---|---|
| Gesamtabfallmenge | 512,8 kg pro Einwohner, Jahr | 510,8 kg pro Einwohner, Jahr |
| Wertstoffaufkommen | 153,4 kg pro Einwohner, Jahr | 337,7 kg pro Einwohner, Jahr |
Weitere Entwicklung
Um auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung noch weiter voranzukommen, geht es künftig vor allem darum, unsere Produktions- und Konsumgewohnheiten so zu verändern, dass wir uns immer mehr dem Ideal einer Kreislaufwirtschaft annähern. Die Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiger, jedoch nicht der einzige Aspekt: Unsere Anstrengungen müssen auf eine stetige Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen hinsichtlich aller ihrer umweltrelevanten Wirkungen entlang des gesamten Lebensweges abzielen. Wir streben nach einer Integrierten Produktpolitik.

