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Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit

Bayerisches Aktionsbündnis Antibiotikaresistenz

Mit der Entdeckung der Antibiotika stehen seit Jahrzehnten hoch wirksame Medikamente gegen bakterielle Infektionskrankheiten zur Verfügung. Sie verbesserten den Gesundheitszustand und die Lebensqualität von Patienten seit der Mitte des letzten Jahrhunderts entscheidend.

Zeitgleich traten aber mit dem ersten klinischen Einsatz dieser neuen Therapeutika auch Resistenzen zu Tage. Zunehmend wird die Resistenzbildung als Problem erkannt, das sich inzwischen weltweit zu einer großen Herausforderung der medizinischen Versorgung von Mensch und Tier ausgeweitet hat.

Titelblatt der Veröffentlichung Bayerisches Aktionsbündnis Antibiotikaresistenz Um die Wirksamkeit von Antibiotika bei der Behandlung von Krankheiten zu erhalten, setzt Bayern auf ein breites Bündnis. Dazu haben sich 17 Vertreter aus Human- und Veterinärmedizin, Pharmazie, Agrarwirtschaft und Verbrauchervereinigungen zusammengeschlossen und ein gemeinsames Positionspapier entwickelt.

Gemeinsames Ziel ist, einen übermäßigen und unsachgemäßen Einsatz von Antibiotika zu vermeiden, um somit die Entstehung von Resistenzen zu vermeiden.

Das bayerische Bündnis gegen Antibiotikaresistenzen umfasst alle Lebensbereiche, von der Prävention bis zur Behandlung von Krankheiten, von der Tierhaltung bis zur Produktion von Lebensmitteln.

Das gemeinsame Positionspapier der Bündnispartner "Konsensusstatement zur nachhaltigen Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen" sieht verschiedene Maßnahmen aus dem Bereich Veterinär- und Humanmedizin und Lebensmittelwirtschaft vor. Schon ein gutes Betriebshygienemanagement könnte helfen, den Bedarf einer Behandlung mit Antibiotika zu verringern. Zudem ist ein gutes Hygienemanagement in medizinischen Einrichtungen unerlässlich, um Infektionen vorzubeugen und damit den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren.