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Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit

Gesundheitsregionen in Bayern

Bayerns Gesundheitsministerium befasst sich intensiv mit der Förderung des Gesundheitsstandortes. Daher hat auch der Bayerische Ministerrat bereits im Sommer 2005 ein Maßnahmenpaket beschlossen, um die Vermarktungsstrategien in den Bereichen Medizin, Technologie, Gesundheit und Tourismus zu bündeln. Zu dieser Strategie gehört auch die verstärkte Unterstützung und Förderung regionaler Gesundheitsnetzwerke in Bayern.

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Die Besinnung einer Region auf die Gesundheit als identitätsstiftendes Merkmal sowie die Nutzung von Alleinstellungsmerkmalen, innovativen Ideen und einer Vernetzung der Gesundheitsdienstleister untereinander, aber auch mit Vertretern anderer Branchen, kann die Markstellung einer Region im nationalen wie internationalen Wettbewerb der Gesundheitswirtschaft entscheidend verbessern. Dabei wird nicht nur die Gesundheitswirtschaft in der jeweiligen Region selbst gestärkt, sondern es entsteht durch die Konzentration auf regionale Stärken ein Kontrapunkt zu den Verunsicherungen und Ängsten vor der Globalisierung.

Nicht nur Bayern, auch andere deutsche Länder setzen zusehends auf die Gesundheitswirtschaft als eines der Zugpferde für die positive Entwicklung der Regionen.

Im Jahr 2008 hatte zudem das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Wettbewerb „Gesundheitsregionen der Zukunft - Fortschritt durch Forschung und Innovation“ ausgeschrieben. 85 Antragsteller hatten bundesweit an diesem Wettbewerb teilgenommen, darunter allein 22 Gesundheitsregionen aus Bayern.

Um Bayern als Gesundheitsstandort weiter zu stärken, will das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit regionale Gesundheitsnetzwerke besonders unterstützen und fördern. Diese tragen wesentlich dazu bei, die wohnortnahe medizinische Versorgung auf hohem Niveau auch für die Zukunft zu erhalten. Gut ausgebaute und vernetzte Gesundheitsregionen erhöhen auch die Attraktivität Bayerns als Standort für den Medizintourismus. Durch gut positionierte Gesundheitsregionen steigert Bayern seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Ländern.

Bayerischer Qualitätswettbewerb

Vor diesem Hintergrund wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit die Idee eines eigenen bayerischen Qualitätswettbewerbs initiiert, um die Arbeit an den regionalen Gesundheitskonzepten fortzuführen, deren Profil zu schärfen und auch weitere bayerische Regionen zur Teilnahme zu gewinnen.
Am Ende der Qualifizierungsanstrengungen wird für alle erfolgreich Teilnehmer am bayerischen Qualitätswettbewerb ein eigenes Qualitätssiegel "Gesundheitsregion Bayern" ausgestellt und von Bayerns Gesundheitsminister feierlich verliehen.

Der Auftakt zu diesem Qualitätswettbewerb fand am 28.06.2010, dem ersten Tag der Bayerischen Gesundheitsregionen, im Bayerischen Landtag statt. Anschließend wurde eine Austauschplattform der Gesundheitsregionen Bayern eingerichtet . Ziel dieser Anstrengungen ist es, durch eine konsequente Profilierung der einzelnen Gesundheitsregionen den Gesundheitsstandort Bayern und die damit zusammenhängende Gesundheitswirtschaft in Bayern sowohl nach innen als auch nach außen zu stärken, zu prägen und weiter mit nach vorne zu tragen.

Wir freuen uns, wenn sich möglichst viele Regionen dieser Herausforderung stellen und an der Initiative bzw. dem Qualitätswettbewerb "Gesundheitsregionen Bayern" teilnehmen. Ziel der Bayerischen Staatsregierung bleibt es, spezialisierte Gesundheitsversorgung durch unsere qualitativ hochwertige ambulante und stationäre Medizin anzubieten und darüber hinaus das Profil der bayerischen Gesundheitsregionen zu schärfen.

Der Leitfaden zum Qualitätswettbewerb "Gesundheitsregionen Bayern“ (Download siehe "Weiterführende Informationen" am Seitenende) wurde an den "Runden Tischen" vom 28.06.2010, 29.9.2010 und 16.02.2011 gemeinsam erarbeitet. Es wurde eine faire Bewertungsgrundlage geschaffen, um anhand von nachvollziehbaren Kriterien die Entwicklung und den Staus Quo der einzelnen bayerischen Gesundheitsregionen bewerten zu können.

Zur Teilnahme am Qualitätswettbewerb wurden die Regionen gebeten, eine Selbstbewertung zu erstellen, die bis zum 30.09.2011 (Ausschlussfrist) über die jeweils zuständige Gebietskörperschaft an das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG) zu übermitteln war. Bestandteile der Selbstbewertung waren:

  • ein Konzeptpapier über die Gesundheitsregion (5 bis 10 Seiten)
  • ein ausgefüllter Bewertungsbogen "Basiskriterien" und
  • zwei ausgefüllte Bewertungsbögen der fünf "Themenwelten" (freie Wahlmöglichkeit).

Auf Basis der fristgerecht eingereichten Selbstbewertung wird das StMUG entscheiden, welche Gesundheitsregionen ein Qualitätssiegel erhalten. Eine Verleihung der Siegel wird voraussichtlich Anfang 2012 durch Herrn Staatsminister Dr. Huber vorgenommen. Die Gesundheitsregionen erhalten so zusätzlich eine positive Außenwirkung, indem sie mit dem Qualitätssiegel Öffentlichkeitsarbeit betreiben können und sollen.