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Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit

Bodenseeanrainer verstärken Zusammenarbeit

Gemeinsame Erklärung zur Gesundheit unterzeichnet

Eine gesunde Bevölkerung in sauberer Umwelt sind wesentliche Voraussetzungen für Wohlstand und soziale Sicherheit. Deshalb stellen Prävention und Gesundheitsvorsorge die zentralen gesundheitspolitischen Schwerpunkte in Bayern dar.

Die Gesundheitswirtschaft, der Wellness- und Gesundheitstourismus sind bedeutende Wirtschaftszweige in Bayern. Als "State of Health" ist Bayern ein viel versprechender und zukunftsfähiger Gesundheitsstandort. In Qualität und Service stehen die bayerischen Gesundheitsdienstleistungen mit an der Weltspitze.

Gesundheit sichert und schafft Arbeitsplätze. Der Einsatz für einen starken Gesundheitsstandort Bayern zahlt sich aus. Die deutsche Gesundheitswirtschaft ist mit den Bereichen Patientenversorgung, Medizintechnik und Life Sciences bei Umsätzen von derzeit 278,3 Milliarden Euro pro Jahr ( entspricht 11,6 Prozent des Bruttoinlandproduktes) und Zuwachsraten von 2 bis 3 Prozent die größte Wirtschaftsbranche in Deutschland. Die bayerische Gesundheitswirtschaft, mit annähernd 40 Milliarden Euro Jahresumsatz und rund 800.000 Beschäftigten, kann sich dabei auf eine Vielzahl hervorragender Standortfaktoren stützen.

Bürgernahe Krankenhausversorgung

Mit derzeit 395 zugelassenen Akutkrankenhäusern und etwa 60 Betten je 10.000 Einwohner gewährleistet der Freistaat Bayern eine umfassende und bürgernahe Krankenhausversorgung. Von 1972 bis 2007 investierte der Freistaat mehr als 18 Milliarden Euro in die Krankenhausförderung. Zusätzlich wurden erhebliche Summen für die technische Ausstattung der Kliniken, insbesondere für medizinisch-technische Großgeräte, bereitgestellt. Auch im Bereich Rehabilitation findet man eine weltweit nahezu einzigartige Versorgungsstruktur: Fast 24 Prozent der deutschen Reha-Einrichtungen befinden sich in Bayern.

Sie gewährleisten ein umfassendes Angebot in der Diagnose und Behandlung nach modernsten Maßstäben. Schwerpunktzentren bieten eine hoch spezialisierte Versorgung zum Beispiel für Brustkrebspatientinnen, Schlaganfallpatienten, schwer Brandverletzte, Risikoneugeborene und in der Herzchirurgie. Viele komplexe Eingriffe sind in bayerischen Kliniken teils auch deutlich günstiger als vergleichbare Angebote in anderen medizinisch hochqualifizierten Ländern wie in Großbritannien oder den USA.

Grundlagenforschung und Medizintechnik

Neben den klinischen Forschungsgruppen arbeiten an den bayerischen Universitäten rund 20 Sonderforschungsbereiche an (bio-)medizinischen Fragen. Die Bayerische Staatsregierung stellte im Rahmen ihrer Zukunfts- und High-Tech-Offensive bislang rund 430 Millionen Euro für die Hochschulmedizin und die Gesundheitsforschung zur Verfügung.

Mit über 250 meist mittelständischen Firmen bündelt Bayern wie kaum eine andere Region in Europa unternehmerische Kompetenz in der Medizintechnik. In Bayern werden mehr als 60 Prozent aller elektromedizinischen Geräte und 30 Prozent der gesamten Medizintechnik in Deutschland produziert. Viele der weltweit führenden Pharmaunternehmen sind in Bayern vertreten, darunter die Firmen Roche, Novartis und Pfizer.