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Fragen und Antworten zur Pflegekammer
Warum brauchen wir eine Pflegekammer?
- Größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen braucht eine eigene Stimme.
- Eine Kammer als Körperschaft des öffentlichen Rechts hat mehr Gewicht und Schlagkraft.
- Die Pflegekammer ist ein wichtiges Instrument zur Lösung der Probleme im Bereich der Pflege.
Was sind die Vorteile einer Pflegekammer?
- Starke Interessensvertretung der über 100.000 ausgebildeten Pflegekräfte in Bayern.
- Steigerung der Attraktivität und des Ansehens der Pflegeberufe.
- Sicherung der hohen Qualität bei den Pflegeleistungen.
- Eigenverantwortliche und vor allem sachnähere Erledigung der Angelegenheiten der Berufsangehörigen.
Wer wird Mitglied in einer Pflegekammer?
- Alle Pflegefachkräfte, die die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung als Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger oder Altenpfleger besitzen (nach staatlicher Prüfung und mindestens 3-jähriger Ausbildung) und
- in Bayern pflegerisch tätig sind oder hier ihren Hauptwohnsitz haben.
- Nicht Mitglied werden Medizinische Fachangestellte, Pflegehilfskräfte und Personen, die in der Laienpflege tätig sind.
Wie soll die Pflegekammer aufgebaut sein?
- Eine Pflegekammer wird als Körperschaft des öffentlichen Rechts errichtet.
- Organe einer Pflegekammer sind die Vollversammlung und der Vorstand.
- Die Vorstandsmitglieder und Delegierten einer Kammer sind grundsätzlich ehrenamtlich tätig.
- Daneben soll eine kammerinternen Verwaltung mit hauptberuflich Beschäftigten aufgebaut werden.
Was macht eine Pflegekammer?
- Berufsaufsicht (Erlass einer verbindlichen Berufsordnung und Überwachung der rechtmäßigen Ausübung des Pflegeberufs).
- Festlegung und Weiterentwicklung von fachlichen Standards und Qualitätskriterien.
- Regelung und Förderung der Fort- und Weiterbildung der Pflegenden.
- Registrierung aller Berufsangehörigen.
- Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger.
Wie finanziert sich eine Pflegekammer?
- In der Gründungsphase will der Freistaat die Pflegekammer durch eine Anschubfinanzierung unterstützen.
- Danach finanziert sich die Pflegekammer selbst.
- Hierzu erhebt sie von ihren Mitgliedern Beiträge, die sich an ihrem Aufwand und ihren Leistungen orientieren.
- Die Beiträge können nach dem Einkommen der Mitglieder in einem zumutbaren Rahmen sozial gestaffelt werden.

