Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit

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Impfinformationen

Impfungen zählen zu den einfachsten und wirkungsvollsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten. Ziel der Impfungen ist es, Infektionskrankheiten vorzubeugen, bei denen schwere Komplikationen auftreten oder die sogar tödlich verlaufen können. Wer sich impfen lässt, schützt auch diejenigen, die z.B. wegen eines geschwächten Immunsystems nicht geimpft werden können. Wie erfolgreich Impfungen sind, belegt nicht zuletzt die Ausrottung der Pocken im Jahr 1980 durch konsequente Impfprogramme.

In Deutschland besteht keine Impfpflicht. Das bedeutet für jeden Einzelnen, die Verantwortung für den eigenen Impfschutz und den der Familie zu übernehmen. Nur gut informiert kann jeder für sich selbst entscheiden, ob und wogegen er sich impfen lassen möchte. Bedacht werden sollte, dass auch scheinbar "harmlose" Kinderkrankheiten wie Masern oder Mumps gravierende Folgen haben können. Das Risiko, an einer Impfnebenwirkung zu erkranken, ist dagegen äußerst gering, moderne Impfstoffe sind sehr gut verträglich.

Welche Impfungen empfohlen werden, legt die mit hochrangigen Experten besetzte Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) jährlich aufs Neue fest. In Bayern übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die meisten Schutzimpfungen.

Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen sollte auf rechtzeitigen und vollständigen Impfschutz geachtet werden; für Erwachsene ist es wichtig, regelmäßig an Auffrischimpfungen zu denken. Umfassende Informationen und Entscheidungshilfen zum Thema Impfen bieten Hausärzte, Kinder- und Jugendärzte, Frauenärzte, Apotheken und das Gesundheitsamt.

Maßnahmen in Bayern

Impfungen sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Bayern setzt hier weiterhin auf Freiwilligkeit. Traditionell unterstützen die Gesundheitsämter die Kinder-, Jugend- und Hausärzte in ihren Bemühungen, vorhandene Impflücken zu schließen. Sie beraten und klären die Bevölkerung über Impfungen auf (z.B. im Rahmen von Gesundheitstagen, Einschulungsuntersuchungen und Impfsprechstunden).

Mit dem 2006 entwickelten bayerischen Impfkonzept sollen die Durchimpfungsraten vor allem bei Masern, Keuchhusten und Hepatitis B weiter gesteigert werden. Ziel des Konzeptes ist eine noch bessere Bündelung der Aktivitäten auf dem Gebiet des Impfwesens durch Vernetzung der Institutionen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und der niedergelassenen Ärzteschaft sowie eine Verbesserung der Datenlage zu Impfungen.

Unter anderem wurde ein Impf-Erinnerungssystems für Kinder mit Impflücken im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen aufgebaut. Gleichzeitig wurden die bereits von vielen Gesundheitsämtern durchgeführten Impfaktionen in Schulen neu gestaltet und auf die sechsten Schulklassen ausgerichtet. Neben einer vollständigen Impfbuchkontrolle erfolgt dabei eine Impfberatung auch über die ersten Auffrischungsimpfungen und das Angebot von Impfungen (gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf, Kinderlähmung, Hepatitis B, Masern, Mumps, Röteln, Keuchhusten und Windpocken) ergänzend zum Impfangebot der niedergelassenen Ärzte.

Zur wirkungsvollen Zusammenarbeit der verschiedenen Experten und Fachverbände wurde eine bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) geschaffen, die am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) angesiedelt ist.

Beispiele für die Zusammenarbeit der in der LAGI vertretenen Experten und Fachverbände sind der Masernaktionsplan und die Bayerische Impfwoche. Erklärtes Ziel ist eine Steigerung aller Durchimpfungsrate auf die von der WHO geforderten 95 Prozent, um die Elimination der Masern zu erreichen.


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