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Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit

HIV/AIDS

In Bayern leben Ende 2011 etwa 1.700 Frauen und 8.100 Männer mit HIV. In ganz Deutschland sind es rund 73.000. 2011 infizierten sich nach den aktuellen Schätzungen des Robert Koch-Instituts in Bayern 380 Menschen neu mit dem HI-Virus (2010: 350). 2007 waren es noch 420 Menschen, 2008 und 2009 jeweils 400.

Die Zahl der HIV-infizierten Menschen weltweit lag Ende 2010 bei ca. 34 Millionen. Der Schwerpunkt der Epidemie liegt in Afrika. Mit der höchsten Dynamik steigen derzeit die HIV-Infektionen in Osteuropa und in Süd-Ostasien an. Dennoch darf die Gefahr einer Neuinfektion auch in Deutschland nicht unterschätzt werden.

Angesichts der viel höheren Zahlen aus anderen Regionen der Welt droht die Seuchengefahr hierzulande aus dem Blickfeld zu geraten, was nur allzu schnell lebensbedrohende Folgen haben kann. Zwar hat sich seit Mitte der neunziger Jahre aufgrund neuer Therapieoptionen die Lebensdauer und Lebensqualität von HIV-infizierten Menschen dramatisch verbessert, dennoch gibt es weder eine Heilung noch eine wirksame Schutzimpfung gegen die Krankheit.

Bayern Spitzenreiter bei Maßnahmen gegen HIV und AIDS

In Bayern stehen seit mehr als 20 Jahren mit einem dreigliedrigen System Prävention, Beratung und Hilfe für Betroffene an erster Stelle.  Auch das vom Bayerischen Gesundheitministerium zur Verfügung gestellte Budget von 3,7 Millionen Euro für Maßnahmen zur Eindämmung von AIDS ist bundesweit einmalig und macht Bayern hier zum Spitzenreiter. 76 Gesundheitsämter informieren fachkundig über Risikominimierung und bieten kostenfreie, anonyme HIV-Tests an. Zehn psychosoziale AIDS-Beratungsstellen beraten überregional und begleiten Betroffene und Angehörige. Staatliche geförderte Maßnahmen von Selbsthilfeorganisationen runden das Präventions- und Hilfsangebot ab. Ehrenamtliche Helfer leisten hierbei einen wichtigen Beitrag, da sie gefährdete Zielgruppen besonders gut erreichen.