Psychische Gesundheit
Die psychische Gesundheit ist für die Lebensqualität der Menschen ebenso bedeutsam wie die körperliche Gesundheit.
Auch wenn die Tabuisierung des Themas in den letzten Jahren abgenommen hat, ist der Umgang mit psychischen Störungen für Betroffene und die Gesellschaft nach wie vor mit Ängsten, Scham und Abwehr verbunden. Dies verzögert häufig eine adäquate und rechtzeitige Inanspruchnahme professioneller Hilfe.
Psychische Erkrankungen stehen mittlerweile an vierter Stelle aller gesundheitlichen Beeinträchtigungen und nehmen kontinuierlich zu. Zehn Prozent des Krankenstandes sind auf psychische Krankheiten zurück zu führen. Nach Schätzungen der WHO wird im Jahr 2020 Depression eine der häufigsten Krankheiten sein. Die Prävention psychischer Störungen ist somit eine der wichtigsten gesundheitspolitischen Herausforderungen. Dabei spielt die frühzeitige Erkennung und Behandlung psychischer Probleme eine wichtige Rolle.
Wie in allen anderen medizinischen Bereichen müssen Präventionsmaßnahmen möglichst bereits im frühen Kindesalter begonnen werden. Ziel ist es, die Kinder stark zu machen, damit sie den Herausforderungen des Lebens gewachsen sind. Aber auch im späteren Lebensalter können Erwachsene auf Krisensituationen vorbereitet werden, persönliche Schutzfaktoren entwickeln und ausgebauen, um besondere Belastungen oder einschneidende Lebensveränderungen besser bewältigen zu können.
