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Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit

Was uns Gesundheit kostet

Ausgaben für die Gesundheit

Die Gesundheitsausgaben hatten im Jahr 2007 in Bayern einen Anteil von 9,1 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung, dem so genannten Bruttoinlandsprodukt. Bundesweit liegt diese Rate noch etwas höher bei 10,4 Prozent, oder in absoluten Zahlen: 252,8 Milliarden Euro wurden in Deutschland im Jahr 2007 für die Gesundheit ausgegeben. Die Gesundheitsausgaben beinhalten "sämtliche Güter und Leistungen mit dem Ziel der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege, die Kosten der Verwaltung sowie Investitionen der Einrichtungen des Gesundheitswesens“, fasst das Statistische Bundesamt zusammen. Der größte Anteil davon entfällt auf ärztliche und pflegerische Leistungen sowie auf Arzneimittel. Wofür sind diese Aufwendungen erforderlich?

Die Betrachtung der Krankheitskosten zeigt, dass Herz-Kreislauf-Krankheiten – zu denen unter anderem Herzinfarkte und Schlaganfälle zählen – die teuersten Krankheiten sind: Bundesweit wurden für ihre Behandlung im Jahr 2006 35.179 Millionen Euro ausgegeben. An zweiter Stelle stehen mit rund 32.500 Millionen Euro Erkrankungen des Verdauungstrakts. Darin sind auch die Ausgaben für zahnärztliche Behandlungen und Zahnersatz enthalten. In der Häufigkeit folgen nahezu gleichauf Kosten für die Behandlung von Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychischen Störungen, vor allem von Demenzerkrankungen und Depressionen.

Krankheitskosten, Bayern 2006, ausgewählte Diagnosen, in Mio. 3; Grafikerklärung im Text

Krankheitskosten, Bayern 2006, ausgewählte Diagnosen, in Mio. 3
Datenquelle: Statistisches Bundesamt, Berechnung für Bayern: LGL

Demografischer Wandel und medizinischer Fortschritt haben dazu geführt, dass die Gesundheitsausgaben im Zeitverlauf deutlich angestiegen sind. Mehr als die Hälfte davon tragen die gesetzlichen Krankenkassen, in denen etwa 88 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger versichert sind. Weitere Ausgabenträger sind die gesetzliche Renten- und Unfallversicherung, die Pflegeversicherung, private Kranken- und Pflegeversicherungen, Arbeitgeber, die öffentlichen Haushalte sowie private Haushalte und Organisationen wie Kirchen und andere karitative Einrichtungen.

Hinsichtlich der Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit liegt Bayern mit 3.059 Euro jährlich (2007) etwas höher als der Bundesdurchschnitt (2.983 Euro). Zugleich sind die Menschen in Bayern auch bereit, selbst mehr für ihre Gesundheit auszugeben als im Bundesdurchschnitt. Der Anteil der Selbstzahlung an den Gesundheitsausgaben, zu dem Zuzahlungen und direkte Käufe gehören, liegt in Bayern bei 13,9 Prozent, bundesweit bei 13,5 Prozent.