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Bayerisches Staatsministerium für
Umwelt und Gesundheit

EU-Projekte: Europäische Strukturfondsprogramme

Ziel Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung (RWB) EFRE 2007-2013

Das Programm, in dem die meisten EU-Strukturfördermittel in Bayern konzentriert sind, zielt auf die Entwicklung von Gebieten mit Strukturproblemen mit Schwerpunkt Infrastruktur- und Investitionsförderung ab. Es wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung – EFRE – kofinanziert. Das Programm ist auf die sog. Lissabon-Strategie ausgerichtet, die Europa mit Innovationen wirtschaftlich voranbringen will.

Arbeitsschwerpunkte des StMUG sind z.B. Vorhaben der Risikovorsorge durch Hochwasser- und Lawinenschutz und ein Projekt zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien, konkret der oberflächennahen Geothermie.

Ziel RWB Europäischer Sozialfonds (ESF) 2007-2013

Das Programm zielt auf die Verbesserung der Arbeitsmarkt- und Bildungssituation sowie die Förderung der Chancengleichheit aller Bürgerinnen und Bürger ab. Im StMUG wird ein Projekt zur Betreuung von über 30 naturschutzfachlich hochwertigen Gebieten in Bayern aus Mitteln des ESF und des Bayerischen Natur-schutzfonds gefördert. Dabei wird unter dem Aspekt der Qualifizierung ein starker Bezug zur Lissabon-Strategie sowie zur Europäischen Beschäftigungsstrategie hergestellt.

Ziel Europäische Territoriale Zusammenarbeit Bayern-Österreich 2007-2013

Die generelle Zielsetzung entspricht jener des Programms an der bayerisch-österreichischen Grenze. We-gen der besonderen Lage an der Grenze zu einem neuen EU-Mitgliedstaat ergeben sich jedoch andere Projektschwerpunkte. Den Schwerpunkt bilden hier Maßnahmen im Bereich Naturschutz (insb. National-parkregionen Bayerischer Wald und Sumava) sowie Energieeffizienz, Bodenschutz, Freizeit und Erholung.

Ziel Europäische Territoriale Zusammenarbeit Bayern-Tschechische Republik 2007-2013

Die generelle Zielsetzung entspricht jener des Programms an der bayerisch-österreichischen Grenze. Wegen der besonderen Lage an der Grenze zu einem neuen EU-Mitgliedstaat ergeben sich jedoch andere Projektschwerpunkte. Den Schwerpunkt bildet hier die Kooperation der Nationalparkregionen bayerischer Wald und Sumava auf tschechischer Seite im Bereich Naturschutz und Umweltbildung sowie Maßnahmen im Bereich Freizeit und Erholung und Bodenschutz.

INTERREG IV Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein 2007-2013

Die gemeinsam mit der Schweiz und dem Land Baden-Württemberg verwalteten Programme widmen sich Raumentwicklungsaspekten im Umfeld des Bodensees.

Transnationale Europäische Territoriale Zusammenarbeit 2007-2013

Im Unterschied zu den grenzüberschreitenden Programmen werden bei der transnationalen Zusammenarbeit vorwiegend investitionsvorbereitende Projekte mit mindestens zwei Partnern anderer Länder in festgelegten größeren Kooperationsräumen durchgeführt. Die Projekte behandeln Schwerpunktthemen mit großer Bedeutung für die europäische Raumentwicklung. Bayern beteiligt sich an den Kooperationsräumen "Central Europe", "North West“ (Nordwesteuropa) und "Alpine Space“ (alle Alpenstaaten). In letzterem, das sich schwerpunktmäßig den Themen Klimawandel, Risikovorsorge, umweltgerechter Verkehr und KMU-Förderung widmet, hat das StMUGV die deutsche Federführung.

Bei den anderen beiden Programmen wie auch beim Programm der Interregionalen Europäischen Territorialen Zusammenarbeit 2007-2013, die sich der Zusammenarbeit zwischen Regionen ganz Europas widmen, liegt die Federführung beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie (StMWIVT). Besonders bedeutsame Projekte im Alpenraumprogramm mit bayerischer Federführung sind:

  • AlpEnergy: Bei dem Projekt werden innovative Technologien und Geschäftsmodelle im Zusam-menhang mit virtuellen Kraftwerken getestet. Hierbei werden regionale Anlagen zur Erzeugung Er-neuerbarer Energien, Stromverbraucher mit steuerbaren Lasten und ggf. Speicher für elektrische Energie miteinander verbunden und neue Formen des Lastmanagements und Speichertechnolo-gien eingesetzt. Beispiel: Wenn vor Ort überschüssiger Strom zur Verfügung steht, kann dieser in Autobatterien gespeichert oder durch Herunterkühlen von Kühlhäusern bevorratet werden. Bei Strommangel kann von diesen Speichern wieder Strom in den Kreislauf gegeben werden bzw. der Strombezug ausgeschaltet werden.
  • CO2Neutralp: Bei diesem Projekt werden alternative Antriebstechnologien für den Verkehr auf Grundlage von Erneuerbaren Energien mit regionalen Akteuren aus dem Alpenraum entwickelt und erprobt. Dabei werden zahlreiche Lösungen in Regionen mit unterschiedlichen sozio-ökonomischen Voraussetzungen entwickelt und umgesetzt und die jeweiligen technischen Lösun-gen im Anschluss harmonisiert, um internationale Standards für Antriebstechnologien zu setzen. Beispiel: Mit gebrauchtem Speiseöl könnten Seilbahnen angetrieben werden.
  • C3-Alps (Capitalising Climate Change Knowledge for Adaptation in the Alpine Space) fasst die Ergebnisse und Erkenntnisse aller im Alpenraumprogramm durchgeführten Projekte über Anpassungsstrategien zum Klimawandel im Bereich Naturrisiken und Raumplanung zusammen, um sie zu harmonisieren und gezielt an verschiedene Nutzergruppen zu übertragen. Auf diese Weise werden die Ergebnisse in einem sektorübergreifenden Ansatz effizient und dauerhaft auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene in die Praxis transferiert. In Pilotmaßnahmen werden dabei neue Formen der Kommunikation getestet, die in dem jeweiligen Kontext der Zielgruppen (z.B. politische Entscheidungsträger, Planungsverbände, Öffentlichkeit) stehen. C3 Alps geht dabei neue Wege für die dauerhafte Nutzung von transnationalen Projektergeb-nissen.

Weitere Details zu den Programmen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen Sozialfonds, insbesondere förderfähige Maßnahmen, Gebietskulissen, Fördervolumen, Antragsverfahren etc. finden sich auf den jeweiligen Programm-Webseiten.

LEADER 2007-2013

Das Programm LEADER zielt auf die Weiterentwicklung insbesondere ländlicher Gebiete ab. Im ländlichen Raum sollen Bürger Strategien zur integrierten und nachhaltigen Entwicklung ihrer Heimat entwickeln. LEADER+ hat hierbei die Funktion einer Experimentierstätte für innovative Projekte im ländlichen Raum und ist durch einen klaren Bottom up-Ansatz gekennzeichnet. Im laufenden Programm beteiligen sich insgesamt 58 lokale Aktionsgruppen in Bayern. Weitere Informationen hierzu finden sich im Internet-Angebot des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten.